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Stuhlinkontinenz
 

Definition:
Unter Stuhlinkontinenz versteht man das Unvermögen Stuhl willkürlich
zurückzuhalten.

Nach ihrer Ausprägung wird die Erkrankung in drei Stufen unterteilt:

Stuhlinkontinenz 1. Grades: Unwillkürlicher Abgang von Gasen
Stuhlinkontinenz 2. Grades: Unwillkürlicher Angang von flüssigem Stuhl
Stuhlinkontinenz 3. Grades: Unwillkürlicher Abgang von geformtem Stuhl.


Die Ursachen der Stuhlinkontinenz können vielfältig sein:
  1. Schädigungen der Schließmuskelmuskulatur durch Geburten, Operationen oder Unfälle
  2. Störungen der nervalen Versorgung der Schließmuskel durch Geburten oder Dehnungsschäden durch jahrelanges Pressen bei der Defäkation. Störung der nervalen Versorgung durch Erkrankungen des Gehirnes und des Rückenmarkes.
  3. Störung der Gefühlsempfindungen im Analkanal durch Nervenerkrankungen bei Diabetes mellitus oder dauernde Überdehnung des Enddarmes durch chronische Verstopfung.
  4. Verlust der Reservoirfunktion bei Teilentfernung des Mastdarmes und bei chronischen Entzündungen.
  5. Unter funktioneller Inkontinenz versteht man den Stuhlverlust bei chronischen Durchfällen, Infektionen und Nahrungsmittelunverträglichkeit


Da die Ursachen, die zu einer Stuhlinkontinenz führen können, vielfältig sind, ist eine differenzierte Diagnostik notwendig:

  • Zunächst sollte ein ausführliches Gespräch über den Verlauf der Krankengeschichte mit dem Patienten erfolgen. Weiterhin ist die Ernährungsanamnese wichtig, ebenso vorangegangene Operationen oder Geburten.
  • Anschließend erfolgt die Untersuchung des Enddarmes durch den Finger des Arztes.
  • Zur weiteren Abklärung erfolgt eine Analmanometrie, bei der der Druck im Enddarm mit einem Ballon gemessen wird.
  • Die Defäkographie ist eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel, die den Akt der Darmentleerung bildlich darstellt und Auskunft über eine Beckenbodensenkung gibt.
  • Bei der Endosonographie des Enddarmes werden die Schließmuskel und die den Enddarm haltende Muskelschlinge mit Ultraschall auf Defekte untersucht.
  • Die nervale Versorgung des Schließmuskels wird in einer Elektromyographie des Beckenbodens untersucht, die von speziell ausgebildeten Neurologen vorgenommen wird.
  • Eine Spiegelung des Dickdarmes (Coloskopie) dient dem Ausschluß von Tumoren und entzündlichen Darmerkrankungen.
  • Ein H2 - Atemtest dient dem Nachweis z. B. einer Milcheiweißunverträglichkeit, die zu Durchfällen führen kann.

Weiteren Rat finden Sie in der internistischen Sprechstunde der Initiative Beckenboden

weitere Infos
Herr Dr. Künstler
(Oberarzt Innere Medizin)
Tel. 0221/7491-0
eMail: kuenstler@hgk-koeln.de

 

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