Stuhlinkontinenz kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten: Nach ihrer Ausprägung wird die Erkrankung in drei Stufen unterteilt:
- Stuhlinkontinenz 1. Grades: Unkontrollierbarer Abgang von Gasen/Blähungen
- Stuhlinkontinenz 2. Grades: Unkontrollierbarer Abgang von flüssigem Stuhl/Stuhlschmieren
- Stuhlinkontinenz 3. Grades: Unkontrollierbarer Abgang von geformtem Stuhl
Man unterscheidet verschiedene Formen der Stuhlinkontinenz:
- Traumatische Stuhlinkontinenz
durch Darmriss, Operationen, Unfälle - Tumoröse Stuhlinkontinenz
durch Darm- und EnddarmkrebsFunktionelle Stuhlinkontinenz - Entzündliche Stuhlinkontinenz
durch Hämorrhoiden, Fisteln, Darmvorfall, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa - Funktionelle Stuhlinkontinenz
bei Durchfall, Darminfektion, Reizdarm, Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten - Neurogene Stuhlinkontinenz
bei neurologischen Krankheiten wie z.B. Multiple Sklerose, Demenz, Parkinson - Verstopfungsbedingte Stuhlinkontinenz
- Medikamentöse Stuhlinkontinenz
nach Einnahme von Abführmittel, Antibiotika, Hormone - Angeborene Stuhlinkontinenz
bei Miss- oder Fehlbildungen des Enddarms - Ischämische Stuhlinkontinenz
bei Durchblutungsstörungen - Hormonale Stuhlinkontinenz
bei Diabetes mellitus und Schilddrüsenüberfunktion - Psychisch bedingte Stuhlinkontinenz
bei Neurosen und Psychosen, Depressionen, Angststörungen