Der chronische Beckenschmerz (Chronic Pelvic Pain Syndrome (CPPS)) ist durch wiederkehrenden oder anhaltenden Schmerz über 6 Monate im Unterbauch gekennzeichnet. Charakteristisch sind die Schmerzen im Bereich des Beckens und/oder des Damms, die bis in die Leistengegend ausstrahlen können. Weitere Begleiterscheinungen betreffen den unteren Harntrakt: Ein erhöhter Harndrang, viele Toilettengänge mit wenig Urin (Pollakisurie), eine unangenehme Blasenentleerung (Dysurie), Harnträufeln und ein vermehrtes nächtliches Wasserlassen (Nykturie). Des weiteren können Schmerzen bzw. Missempfindungen im Hoden, Penis und in den Harnleitern auftreten. Andere Merkmale können auch sexuelle Funktionsstörungen (z.B. schmerzhafter Samenerguss) oder mit der Menstruation assoziierte Beschwerden sein.
Die Krankheitsauslöser können von urologischer, gynäkologischer, neurologischer, proktologischer und psychosomatischer Herkunft sein. Allerdings lässt sich bei einigen Patienten eine Verbindung von körperlichen und psychischen Faktoren feststellen.